Ich gebe mal meinen Senf dazu…

Zu einer leckeren Weißwurst gehört ein zünftiges Bier, eine Brezel und natürlich süßer Senf. Es gibt verschiedene Hersteller von „original“ bayrischem süßen Senf, leider oft mit abenteuerlichen Zutaten. Dabei benötigt man lediglich:Zutaten

  • 125 g grünes (oder braunes) Senfmehl
  • 250 g gelbes Senfmehl
  • 500 g brauner Zucker
  • 1 Liter Wasser
  • 1/4 Liter Essig
  • 1 Zwiebel
  • 4-6 Nelken
  • 8 Pfefferkörner
  • 2 Lorbeerblätter

In einem Topf bringt man das Wasser mit dem Essig, der geviertelten Zwiebel und den Gewürzen zum kochen und lässt das Ganze für ca. 15 Minuten mit geschlossenem Deckel leicht köcheln. Zwiebel und Gewürze werden nach der Kochzeit nicht mehr benötigt und können herausgefischt oder abgesiebt werden.

In die würzige Flüssigkeit gibt man nun den Zucker und das Senfmehl unter Rühren hinzu. Nach etwa einer Stunde ist das Senfmehl aufgequollen und nach erneutem Durchrühren ist der Senf schon fertig.

Am Anfang hat der Senf noch eine angenehme Schärfe. Diese Schärfe nimmt nach ein paar Wochen deutlich ab. Haltbar ist der Senf für viele Monate (falls er nicht vorher verspeist wird), da der hohe Zuckeranteil eine konservierende Wirkung hat.

Der süße Senf passt aber nicht nur zur Weißwurst, sondern auch hervorragen zu frisch gebackenem Leberkäse oder auch sonst zu Würstchen und Fleischgerichten. Man kann ihn auch zur Vinaigrette oder als Marinade verwenden. Nam nam…

WARNHINWEIS!

Bitte nicht während des Rührens aus Gründen der Neugier an den Dämpfen des sich abkühlenden Senf schnuppern.  Obwohl – sollte man an Schnupfen oder an einer verstopften Nase leiden, kann man doch schon mal ein wenig des scharf beizenden Dampf durch die Nase einatmen. Aber dabei muss man die obere Hälfte der Schädeldecke gut festhalten, sie könnte sonst fliegen gehen…

Trivia

Der Kabarettist Rüdiger Hoffman hat eine kleine Geschichte zur Schreibweise (Senf oder Semf) zu erzählen…